| Im Rahmen der Musikakademie Tibor Varga werden auch drei Professoren der HEMU ihr Können als Interpreten unter Beweis stellen. Beim Konzert am 21. Februar im Pôle Musique in Sitten bieten der Geiger Felix Froschhammer, der Fagottist Guilhaume Santana und der Pianist Christian Chamorel dem Publikum ein abwechslungsreiches Programm mit arrangierten oder selten gespielten Stücken, von Mozart über Brahms und Glinka bis hin zum Schweizer Otmar Nussio. Die Zuhörer*innen werden die ganze Ausdruckskraft des Fagotts in zwei Werken des Programms entdecken: die Variationen über eine Ariette von Pergolesi für Fagott und Klavier des aus Graubünden stammenden Komponisten und Dirigenten Otmar Nussio – langjähriger Leiter des Orchestra della Svizzera italiana – und das Trio pathétique für Violine, Fagott und Klavier von Michail Glinka, der als Vater der «russischen Musik» gilt. 1953 für den Genfer Wettbewerb geschrieben (mit Streichorchesterbegleitung), verdeutlicht das erste Stück Nussios Verbundenheit mit traditionellen Formen und Ausdrucksweisen. Ursprünglich für die ungewöhnliche Besetzung Klarinette, Fagott und Klavier komponiert, steht Glinkas Trio pathétique ganz in der klassisch-romantischen Tradition. Das Publikum wird auch mit den beiden anderen Werken auf dem Programm in die Welt der Klassik und Romantik eintauchen: mit der für ihre spieltechnische Schwierigkeit bekannten Klaviersonate Nr. 18 in D-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart und der berühmten Sonate für Violine und Klavier Nr. 3 in d-Moll von Johannes Brahms, einem Meisterwerk von grosser Lyrik, das der Komponist am Thunersee vollendete. Vom 19. bis 22. Februar empfängt die Wintersession der 63. Musikakademie Tibor Varga rund vierzig Studierende im Pôle Musique von Sitten. Sie werden sich mit fünf herausragenden Professoren der HEMU weiterbilden. Diese Meisterkurse sind öffentlich zugänglich. Die Sommersession findet vom 13. Juli bis zum 15. August 2026 statt, ebenfalls im Pôle Musique, einem in der Schweiz einzigartigen Musikzentrum. |