| Das älteste Musikfestival im Wallis, das Sion Festival, erhält den Kultur- und Wirtschaftspreis 2026 des Kantons Wallis für sein seit mehr als einem halben Jahrhundert bestehendes Engagement zugunsten des musikalischen und wirtschaftlichen Lebens der Region. Die 1964 von Tibor Varga gegründete Veranstaltung hat sich als bedeutender kultureller Akteur etabliert, dessen Einfluss weit über die Kantonsgrenzen hinausreicht. Das Sion Festival fühlt sich durch diese Anerkennung zutiefst geehrt, die sowohl sein Erbe als auch seine Ausstrahlung und seinen nachhaltigen Beitrag zur kulturellen und wirtschaftlichen Dynamik des Wallis würdigt. Unter der künstlerischen Leitung von Pavel Vernikov und Janine Jansen findet die 62. Ausgabe vom 21. August bis zum 6. September 2026 statt und umfasst 28 Events, darunter 15 kostenlose Konzerte. „Dieser Preis gebührt all jenen, die das Festival mit Leben erfüllen. Dank ihres Engagements konnte das Sion Festival Herausforderungen meistern, sich weiterentwickeln und die Musik aus dem Wallis weiterhin in die Welt hinaustragen“, freute sich Olivier Vocal, Stiftungsratspräsident. „Diese Auszeichnung würdigt ein gemeinsames Abenteuer, das seit über sechzig Jahren jeden Sommer die Stadt Sitten erklingen lässt“, erklärte Generaldirektorin Ruth Puhr ihrerseits. Das Erbe einer einzigartigen musikalischen Vision Die Geschichte des Sion Festivals ist Teil eines einzigartigen musikalischen Erbes, das Tibor Varga im Herzen des Wallis schuf. 1963 gründete der berühmte ungarische Geiger die Musikakademie Tibor Varga in Sitten, um sein Wissen an junge Musiker*innen aus aller Welt weiterzugeben. Aus den gemeinsam mit seinen Student*innen organisierten Konzerten entstand bereits 1964 das Festival Tibor Varga, aus dem das Sion Festival hervorging. Drei Jahre später vervollständigte der Internationale Violinwettbewerb Tibor Varga dieses Triptychon, das der Ausbildung, der Verbreitung von Musik und der künstlerischen Exzellenz gewidmet ist. Seit 2017 wird dieses Kulturerbe von der Fondation Sion Violon Musique gepflegt und weiterentwickelt. Im Laufe seiner über 60-jährigen Geschichte hat das Festival Phasen des Aufschwungs, des Wandels und der Herausforderungen durchlebt. Sein Fortbestehen zeugt vom Engagement von Generationen von Künstler*innen, Mitarbeiter*innen, Freiwilligen, Partnern, Mäzenen und öffentlichen Institutionen, die zu seiner Entwicklung und seiner Lebendigkeit beigetragen haben. Ab 2013 entwickelte sich das Festival unter der Leitung eines neuen künstlerischen und organisatorischen Teams um Pavel Vernikov weiter. In dieser Zeit konnten die Aktivitäten gefestigt, die internationale Ausstrahlung gestärkt und das künstlerische Projekt weiterentwickelt werden. Eine Veranstaltung mit internationaler Ausstrahlung Jeden Sommer, zwischen Juli und September, tragen die Aktivitäten der Fondation Sion Violon Musique dazu bei, die Walliser Hauptstadt zu beleben; sie steigern somit ihre Attraktivität sowohl für Einheimische als auch für Besucher*innen. Allein das Sion Festival bringt während fast drei Wochen rund 250 Musiker*innen zusammen und empfängt etwa 7’000 Zuschauer. Als grosses Musikfest konzipiert findet das Festival an symbolträchtigen oder unerwarteten Orten statt, fördert Begegnungen zwischen etablierten Künstler*innen und Nachwuchstalenten, regt den Dialog zwischen den Künsten an und setzt sich dafür ein, klassische Musik einem möglichst breiten Publikum zugänglich zu machen. Dank seiner regionalen Verankerung in Verbindung mit seiner internationalen Ausrichtung ist es heute ein bedeutender kultureller Akteur in der Schweiz und im Ausland. Über seinen kulturellen Beitrag hinaus generiert das Sion Festival jedes Jahr mehr als eine Million Franken an wirtschaftlichen Erträgen und fast 3’000 Übernachtungen in Sitten, was die konkreten Auswirkungen der Musik auf die lokale Wirtschaft verdeutlicht. |