| Umsetzungshilfen Eigentums- und Lebenszykluskosten Der Kaufpreis allein sagt wenig über die Wirtschaftlichkeit eines Produkts aus. Eine umfassendere Beurteilung der wahren Kosten liefern die Eigentumskosten und die Lebenszykluskosten. Die Eigentumskosten (Total Cost of Ownership; TCO) umfassen neben dem Einkaufspreis auch die Kosten, die während der gesamten Eigentumszeit durch die Nutzung entstehen: - Kauf: Anschaffungskosten (Kaufpreis, aber z.B. auch Lieferkosten)
- Nutzung:
- direkte Betriebskosten (z.B. Energie- oder Wasserverbrauch)
- indirekte Betriebskosten (z.B. Wartung, Instandsetzung, Versicherung)
- Ersatzteilkosten
- Lebensende: Kosten für die fachgerechte Entsorgung oder Rückgabe (z.B. Rückbaukosten)
Die Lebenszykluskosten (Life Cycle Costs; LCC) umfassen mindestens zwei Ebenen: - Eigentumskosten
- Kosten von Risiken (z.B. steigende Strompreise) und finanzieller Nutzen von Chancen (z.B. neue Förderbeiträge)
Die umfassendste Lebenszyklus-Berechnung berücksichtigt zudem als dritte Ebene die monetären indirekten Kosten für Umwelt und Gesellschaft, sogenannte externe Kosten. Diese entstehen z.B., wenn ein Produkt oder dessen Herstellung gesundheitsschädigend ist oder durch den CO2-Ausstoss einen Einfluss auf das Klima hat. Die Stiftung Praktischer Umweltschutz Schweiz (Pusch) hat einen Artikel zur Thematik der Eigentums- und Lebenszykluskosten sowie der Auswirkungen für Auftraggeber veröffentlicht. Im Artikel wird auch auf das LCC Tool der Initiative Vorbild Energie und Klima (VEK) des Bundes verwiesen. Mit diesem Tool lassen sich die Lebenszykluskosten einzelner Produktgruppen (Geräte für Informations- und Kommunikationstechnologie, Gebäudetechnik-Anlagen und Fahrzeuge) ermitteln. ⇒ zum Beitrag «Die wahren Kosten: Eigentums- und Lebenszykluskosten im Vergleich» von Pusch (nur auf deutsch) ⇒ zum LCC Tool der Initiative VEK |