Editorial

Ein doppelter Ansporn für RSF

 

Valentin Rubin, Policy & Advocacy Manager RSF Schweiz

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Im Fokus: USA

«Ein Unternehmen, das nicht bereit ist, die Pressefreiheit zu verteidigen, sollte nicht in der Branche tätig sein»

 

Seit Donald Trump im Januar 2025 sein Amt antrat, kam es in den USA zu zahlreichen gezielten Angriffen auf die Pressefreiheit, die durch Einschränkungen des Zugangs zu Informationen, Zwangsmassnahmen gegenüber den Medien sowie einer ablehnenden Haltung gegenüber Medienschaffenden gekennzeichnet waren. Vor diesem Hintergrund fordert Clayton Weimers, Direktor von RSF USA, im grossen Interview koordinierte Massnahmen zur Unterstützung des unabhängigen Journalismus im Land.

Sophie Sager, Projektverantwortliche RSF Schweiz

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Die Fotoausstellung « Fotografien der Welt von morgen » kehrt in die Schweiz zurück!

 

Anlässlich seines 35-jährigen Jubiläums präsentiert RSF Schweiz an der Universität Genf im Rahmen der Semaine des droits humains (Menschenrechtswoche) die Ausstellung «Photographier le monde de demain» (Fotografien der Welt von morgen). Nach ihrer weltweiten Premiere beim True Story Festival in Bern im Juni 2025 würdigt diese Ausstellung nun erneut die wichtige Arbeit von Fotojournalist-innen und -journalisten auf der ganzen Welt.

Praktische Informationen
Ort: Halle der Uni Dufour, Rue du Général-Dufour 24, 1204 Genf
Ausstellung: Täglich vom 4. bis 21. November
Montag bis Freitag: 7:30 bis 20:00 Uhr
Wochenende: geschlossen
21. November: 7:30 bis 15:00 Uhr
Vernissage: Dienstag, 4. November, um 18 Uhr in Anwesenheit des Schweizer Fotografen Christian Bobst.
Führungen: Montag, 10. und 17. November um 18 Uhr.

Das war im Oktober wichtig

 

UKRAINE. RSF gedenkt dem französischen Fotojournalisten Antoni Lallican, der Anfang Oktober bei der Berichterstattung über den Krieg Russlands in der Ukraine im Osten des Landes getötet wurde. Sein ukrainischer Kollege Georgiy Ivanchenko wurde bei demselben Angriff schwer verletzt. Zum vollständigen Bericht.

 

GAZA. Das am Freitag, 10. Oktober, bestätigte Waffenstillstandsabkommen zwischen Israel und der Hamas ist eine grosse Erleichterung. Gleichzeitig fordert RSF sofortigen Zugang zur palästinensischen Enklave für im Exil lebende Journalistinnen und Journalisten sowie die internationale Presse sowie die dringende Evakuierung der Medienschaffenden, die dies wünschen. Zum vollständigen Bericht.

 

SCHWEIZ. RSF Schweiz ist alarmiert über die Entlassung der beiden einzigen Medienschaffenden von Protestinfo, der Presseagentur der protestantischen Kirchen der Romandie, in Zusammenhang mit ihren laufenden Recherchen. Wir verurteilen diesen besorgniserregenden Eingriff in die Informationsfreiheit und die Unabhängigkeit des Journalismus. Zum vollständigen Bericht.

 

BURUNDI. Sandra Muhoza, die seit eineinhalb Jahren wegen der Weitergabe einer Information in einer WhatsApp-Gruppe inhaftiert ist, muss trotz Unregelmässigkeiten des Verfahrens und ihres sich verschlechternden Gesundheitszustands weiterhin im Gefängnis bleiben. Das Landgericht von Ngozi hat den Antrag auf Freilassung abgelehnt. Zum vollständigen Bericht.

Petition zum Erhalt von Swissinfo

Swissinfo ist das einzige Schweizer Medium, das die Welt in zehn Sprachen über die Schweiz informiert und dabei zuverlässigen und unabhängigen Journalismus betreibt. Zudem hat Swissinfo als einziges Medium in der Schweiz die Journalism Trust Initiative (JTI) von Reporter ohne Grenzen (RSF) umgesetzt – eine Zertifizierung, die als Garant für die journalistische Qualität dient. 

Dennoch steht die Finanzierung durch den Bund heute auf der Kippe, was die Existenz des Newsportals akut gefährdet. In einem Umfeld, in dem Desinformation zunimmt und die Stimme der Schweiz auf internationaler Ebene weiterhin Gehör finden muss, wäre eine Schwächung von Swissinfo ein schwerwiegender Fehler.

Unterzeichnen Sie die Petition zum Erhalt von Swissinfo darum noch heute, um unabhängige Informationen zu verteidigen und die starke Stimme der Schweiz in der Welt zu bewahren. Zur Petition.

RSF Schweiz in den Medien

10. Oktober : In der Info-Sendung von Radio RaBe sprach Valentin Rubin, Policy & Advocacy Manager bei RSF Schweiz, über den Entwurf einer europäischen Gesetzgebung zur ChatKontrolle sowie über die Gefahren, die eine solche Regelung für die Sicherheit von Medienschaffenden und den Schutz ihrer Quellen mit sich bringen würde. Er ging auch auf die möglichen Auswirkungen einer solchen Massnahme in der Schweiz ein. Zur Sendung (ab Minute 17).

11. Oktober: Denis Masmejan, Generalsekretär von RSF Schweiz, war Mediengast bei Didier Bonvin auf im Radio RTS. Dabei sprach er über die Situation der Journalistinnen und Journalisten in Gaza nach dem Waffenstillstandsabkommen zwischen Israel und der Hamas. Er bezeichnete dieses als grosse Erleichterung, erinnerte jedoch daran, dass RSF seit dem 7. Oktober 2023 dafür kämpft, den Gazastreifen für ausländische Medienschaffende Medien zugänglich zu machen. Er betonte, dass die von Israel verhängte Medienblockade weiterhin bestehe und eine unabhängige Berichterstattung über die Lage vor Ort nach wie vor verhindert werde. Zur Sendung

27. Oktober : In einer Kolumne für die Westschweizer Zeitung Le Temps äusserte sich Denis Masmejan besorgt über den Aufstieg des Meinungsjournalismus, das wachsende Misstrauen der Öffentlichkeit und die Zukunft des Journalismus. Vor dem Hintergrund zunehmender Herausforderungen für die Medien erinnert er an das Wesentliche, das im Mittelpunkt der journalistischen Aufgabe steht und untrennbar mit der Demokratie verbunden ist: der Kampf um Fakten. Zum Beitrag.

Kommende Veranstaltungen

📌Ausstellung «Wirklich?! Fakt, Fake oder Meinung?» im Verkehrshaus Luzern

Die Ausstellung, die am 13. Oktober im Verkehrshaus Luzern eröffnet wurde, zeigt auf spielerische und interaktive Weise, wie man Fake News erkennt und warum Medienkompetenz für alle wichtig ist. Kinder, Jugendliche und Erwachsene können sich in der Ausstellung mit den Chancen und Risiken der digitalen Kommunikation auseinandersetzen.

🔗 Informationen

 

📌 4. November: Vernissage der Fotoausstellung «Fotografien der Welt von morgen» von RSF Schweiz in Genf

In Anwesenheit des Schweizer Fotografen Christian Bobst findet am Abend des 4. November die Vernissage der Fotoausstellung zum 35-jährigen Bestehen der Schweizer Sektion von RSF statt. An der Veranstaltung nehmen Frédéric Esposito, Direktor der Menschenrechtswoche, Denis Masmejan, Generalsekretär von RSF Schweiz, sowie Isabelle Cornaz, Präsidentin von RSF Schweiz, teil. Die Jubiläumsausstellung vereint 40 Fotos von Fotografinnen und Fotografen aus der ganzen Welt und bietet einzigartige Einblicke in eine sich stetig wandelnde Welt sowie in die aktuellen Herausforderungen der Presse- und Informationsfreiheit.

🔗 Informationen und Anmeldung

 

📌13. November: Roundtable zum Thema «Kann man in der Schweiz noch frei recherchieren?» an der Universität Genf

Die Diskussion, die im Rahmen der Menschenrechtswoche an der Universität Genf organisiert wird, soll einen Überblick über die aktuellen Bedrohungen der Pressefreiheit in der Schweiz geben und diese mit anderen europäischen Kontexten in Verbindung setzen. In Zusammenarbeit mit Public Eye werden an der Gesprächsrunde die Juristin Sophie Lemaître, die Anwälte Arnaud Nussbaumer und Alexandre Curchod sowie die investigative Journalistin Agathe Duparc teilnehmen.

🔗 Informationen

 

📌20. November: Journalismus-Tag in Winterthur

Der vom Verein Qualität im Journalismus organisierte Tag hat zum Ziel, journalistische Qualität in den Medien zu fördern und zu gewährleisten. Das Programm befasst sich mit verschiedenen aktuellen Themen, darunter Lösungsansätze für die Berichterstattung über Feminizide, die Erkennung von hohlen Marketing-Aussagen in Pressemitteilungen, die Bedeutung des Mutes junger Medienschaffender sowie die Transparenz der Medien im Umgang mit künstlicher Intelligenz.

🔗 Programm und Anmeldung

 

Die Arbeit von RSF Schweiz wäre ohne Mitglieder- und Spendenbeiträge nicht möglich. Angesichts der zahlreichen Herausforderungen, mit denen die Medien und der Journalismus weltweit zu kämpfen haben, geht uns die Arbeit in Zukunft nicht aus. Falls Sie unsere Arbeit mit einem einmaligen oder wiederkehrenden finanziellen Beitrag unterstützen möchten, wären wir Ihnen äusserst dankbar.

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