Newsletter August 2026

 

Milch: Geschichte, Podiumsdiskussion und Verkostung

Die nächste „Rencontre de Châteauneuf“ findet am Donnerstag, den 10. September 2026, um 18.30 Uhr in der Walliser Landwirtschaftsschule statt. Im Rahmen der „Genusswoche“ steht die Milch im Mittelpunkt. Noémie Fournier, Historikerin mit Schwerpunkt auf landwirtschaftlichen Themen, hält einen Vortrag mit dem Titel „Milch in der Dorfgemeinschaft im Wallis“. Im Anschluss an diesen Vortrag findet eine Podiumsdiskussion statt, die von der Gastronomiejournalistin France Massy moderiert wird. Zu Gast sind Valérie Berra (Ferme Berra), Bertrand Pillet (Domaine des Grandes Îles), Emmanuel Charpin (Château de Villa) und Ludovic Delaloye (Leiter des Bereichs Gastronomie bei der Dienststelle für Landwirtschaft). Der Abend wird mit einem Apéro und einer Verkostung von Käse und Milchprodukten fortgesetzt. Der Eintritt ist frei. Die Sprache des Anlasses ist Französisch.

Informationen unter 027 606 77 00.

 

Ausstellung „Frauen und die Alpsaison“

 © Verein Lebendige Geschichte

Das World Nature Forum in Naters zeigt bis November 2026 eine Ausstellung, die der oft wenig beachteten Rolle der Frauen auf den Alpen gewidmet ist. Seit jeher waren es vor allem die Frauen, die sich in den Sommermonaten auf der Alp um das Vieh kümmerten und für die Milch- und Käseproduktion sorgten. Währenddessen bewirtschafteten ihre Ehemänner die Höfe, ernteten Heu, sorgten für die Bewässerung der Felder oder arbeiteten auswärts in Fabriken. Hinter jedem „lohnabhängigen Bauern“ stand eine starke Frau, die in der Regel die Hauptverantwortung für den landwirtschaftlichen Nebenerwerb trug und lange Zeit von jeglicher Mitbestimmung in Gemeinden, Alpgenossenschaften und anderen bäuerlichen Organisationen ausgeschlossen war.

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digiFLUX – für Hofdünger und Recyclingdünger ab dem 1. September 2026 obligatorisch

Ab dem 1. September 2026 müssen Lieferungen von Hofdünger und Recyclingdünger zwingend über digiFLUX gemeldet werden. Die neue Anwendung ersetzt HODUFLU als Erfassungssystem. Das BLW empfiehlt den Landwirten, bis Ende 2026 die Lieferungen der Jahre 2025 und 2026 in digiFLUX zu überprüfen.

 

Was sind Strukturverbesserungen?

 ©Reservierte Rechte

Das übergeordnete Ziel der Strukturverbesserungen besteht darin, die Wettbewerbsfähigkeit, Effizienz und Nachhaltigkeit der landwirtschaftlichen Betriebe zu steigern. Die Wirtschafts- und Lebensverhältnisse sollen verbessert werden, indem die Strukturverbesserungen die Produktionskosten senken und die Arbeitsbedingungen modernisieren. Sie verfolgen mehrere zentrale Ziele: Wettbewerbsfähigkeit stärken, Produktionsgrundlagen verbessern, Arbeits- und Lebensbedingungen verbessern, Nachhaltigkeit fördern, Regionen stärken.

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Kontrollpunkte auf landwirtschaftlichen Betrieben: eine neue Website

Im Rahmen des am 4. September 2025 von Bundesrat Guy Parmelin und den siebzehn Organisationen unterzeichneten Aktionsplans „Kontrollen“ bestand eine der Massnahmen darin, den Landwirtinnen und Landwirten eine Website zur Verfügung zu stellen, auf der sie alle öffentlich-rechtlichen und privatrechtlichen Kontrollpunkte einsehen können. Diese Website wurde in Zusammenarbeit mit kantonalen Experten entwickelt und ist unter Agricheck verfügbar.




 

Walliser Mini-Mähdrescher erstmals der Öffentlichkeit präsentiert

 © Reservierte Rechte

Steile Hänge, schmale Zufahrten und kleine Parzellen stellen den Getreideanbau im Alpenraum vor besondere Herausforderungen. Herkömmliche Landmaschinen stossen in diesem Gelände oft an ihre Grenzen. Genau hier setzt das Interreg-Projekt CereAlp an: Ziel ist der Aufbau eines grenzüberschreitenden Dienstleistungszentrums, das den Getreideanbau in den Alpen mit innovativen Technologien und gezielter Unterstützung nachhaltig stärkt. Gemeinsam entwickeln Projektpartner aus der Schweiz und Italien neue mechanisierte Lösungen – vom Bau innovativer Prototypen bis zur Weiterentwicklung bestehender Maschinen. Einen wichtigen Meilenstein erreichte das Projekt am 4. August 2026: In Zeneggen wurde der Walliser Mini-Mähdrescher erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Mehr als 50 interessierte Landwirtinnen und Landwirte nutzten die Gelegenheit, den Prototyp aus nächster Nähe kennenzulernen. Die ersten Testeinsätze liefern bereits wertvolle Erkenntnisse. Damit rückt das Ziel einer praxistauglichen Erntemaschine für den Getreideanbau in alpinen Lagen einen weiteren Schritt näher.

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Einweihung des regionalen Fleischzentrums Goms

 © Brutal Güet

Das neue regionale Fleischzentrum in Reckingen wurde an diesem Samstag, 29. August, eingeweiht. Mit dieser modernen Infrastruktur verfügt das Goms nun über eine strategisch wichtige Anlage für die landwirtschaftliche Wertschöpfungskette. Das Zentrum stärkt die regionale Fleischwirtschaft, sichert langfristig Wertschöpfung wie Arbeitsplätze und trägt somit zum Erhalt der Landschaft bei. Kurze Transportwege verbessern das Tierwohl, reduzieren Emissionen sowie Kosten und stärken die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft.

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