Im Fokus: Korrespondentin im Libanon
«Es ist anstrengend, im Alltag ständig Drohnen über dem Kopf zu haben»

Sophie Woeldgen fotografiert Panzer in der Nähe des Kontrollpunkts, der nach Kobane am Euphrat führt. Die Strasse war Ende Januar 2026 von Kämpfern der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) erobert worden. (Foto: Alexandra Henry)
Die Journalistin Sophie Woeldgen lebt seit sechs Jahren in der libaneisischen Hauptstadt Beirut, von wo aus sie als freischaffende Korrespondentin für diverse französischsprachige Medien arbeitet, unter anderem für Le Temps. Warum die aktuelle Phase des Konflikts in der Region für Medienschaffende besonders anspruchsvoll ist, wie sie mit dem ständigen Risiko eines Angriffs umgeht, und wie ihr Alltag im Spannungsfeld zwischen Hisbollah und der israelischen Armee aussieht, erzählt sie im Interview mit RSF Schweiz.
Sophie Sager, Projektverantwortliche RSF Schweiz
 Die Arbeit von RSF Schweiz wäre ohne Mitglieder- und Spendenbeiträge nicht möglich. Angesichts der zahlreichen Herausforderungen, mit denen die Medien und der Journalismus weltweit zu kämpfen haben, geht uns die Arbeit in Zukunft nicht aus. Falls Sie unsere Arbeit mit einem einmaligen oder wiederkehrenden finanziellen Beitrag unterstützen möchten, wären wir Ihnen äusserst dankbar.
Petition von Heidi.news zum Schutz der Pressefreiheit in der Schweiz
 Illustration: Pitch Comment
Das Online-Medium heidi.news aus der Romandie ist von einer beunruhigenden Reihe von superprovisorischen Massnahmen betroffen. Als Reaktion auf eine investigative Recherche wurden 45 solche superprovisorischen Massnahmen gegen die Redaktion verhängt, die diese zur Löschung bestimmter Inhalte in der Recherche zwangen.
Solche missbräuchlichen Gerichtsverfahren gegen Medien sind in der Schweiz nicht selten. Heidi.news hat deswegen eine Petition lanciert, die eine gesetzliche Änderung verlangt, sodass Medien besser vor solchen missbräuchlichen superprovisorischen Massnahmen geschützt werden.
Unterzeichnen Sie die Petition noch heute!
Das war im Juni wichtig
 USA. Es ist die jüngste Eskalation einer anhaltenden Kampagne des Weissen Hauses, die darauf abzielt, den unabhängigen Journalismus einzuschränken: Journalistinnen und Journalisten haben seit Anfang Juni keinen Zugang mehr zur Pressestelle des Pentagons, des Verteidigungsministeriums der Vereinigten Staaten. Unter der Leitung von Verteidigungsminister Pete Hegseth sehen sich Medienschaffende, die über das Pentagon berichten, mit weiteren Hindernissen konfrontiert: Zugangsbeschränkungen, Einschränkungen bei der Akkreditierung und beim Fotografieren sowie mangelnde Transparenz. All diese Massnahmen der Regierung schränken die unabhängige Berichterstattung über das US-Militär systematisch ein. Zum vollständigen Bericht.
SCHWEIZ. Die Republik gewinnt vor dem Zürcher Handelsgericht gegen den US Tech-Konzern Palantir in 22 von 23 Punkten. Dieser hatte Anfang Jahr gegen die Republik geklagt, die gemeinsam mit dem WAV Recherchekollektiv im Dezember 2025 zwei Artikel über die Machenschaften von Palantir in der Schweiz veröffentlicht hatte. Für die Presse in der Schweiz ist der Entscheid des Zürcher Handelsgerichts ein wichtiges Signal. Zum vollständigen Bericht.
ISRAEL. 30 Minuten nach ihrer Ankunft am 10. Juni am Flughafen Ben Gurion in Israel wurde die französische Journalistin Alice Froussard von der israelischen Polizei festgenommen, verhört und anschliessend des Landes verwiesen. Froussard, die unter anderem für das Westschweizer Radio und Fernsehen RTS als Korrespondentin arbeitet, wollte eigentlich ins Westjordanland weiterreisen. Die Aktion offenbart den Willen Israels, die Berichterstattung der ausländischen Presse über das Westjordanland weiter zu behindern. Zum vollständigen Bericht.
RSF Schweiz in den Medien
12 Juni. In der Sendung Forum von RTS nahm Denis Masmejan, Generalsekretär von RSF Schweiz, ausfürhlich Stellung zum Vorfall rund um die Journalistin Alice Froussard, die von der israelischen Polizei am Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv festgenommen, verhört und wieder ausgewiesen wurde. Zur Sendung.
27. Juni. Im Medientalk von Radio SRF erklärt Valentin Rubin, Policy & Advocacy Manager bei RSF Schweiz, was der Entscheid des Zürcher Handelsgerichts, welches der Redaktion der Republik in 22 von 23 Punkten gegen den US-Techgiganten Palantir Recht gegeben hatte, für die Pressefreiheit in der Schweiz bedeutet. Zur Sendung.
29. Juni. Im Gastbeitrag für Le Temps beleuchtet Denis Masmejan die Hintergründe zu provisorischen und superprovisorischen Massnahmen in der Schweiz und warum sie für Medien und für die Pressefreiheit in der Schweiz ein veritables Problem darstellen können. Zum Artikel.
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Seit über 30 Jahren schafft der Fotograf Vincent Munier ein einzigartiges Werk, das in Stille und Geduld entstanden ist – von seiner Heimat, den Vogesen, bis hin zu den entlegensten Winkeln der Welt.
In Anlehnung an seinen Film Le Chant des Forêts (Der Gesang der Wälder), der bei den César-Verleihungen 2026 als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet wurde, taucht das neue Album ein in eine Welt voller flüchtiger Wesen der Wälder unserer Welt.
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