Im Fokus: Iran
Ein Krieg (fast) ohne Zeugen
 Foto: Keystone-SDA / Farhad Babaei
Seit dem Angriff Israels und der USA Ende Februar herrscht im Iran ein offener Krieg, der die gesamte Region erfasst hat. Als Folge haben die Machthaber in zahlreichen Ländern die Restriktionen für die Presse akut verschärft. Aus dem Iran zu berichten, ist für iranische Medienschaffende mit grossem Risiko verbunden. Und für ausländische Journalistinnen und Journalisten ist das – mit wenigen Ausnahmen – faktisch unmöglich geworden. Wird der Krieg im Iran somit zu einem Krieg ohne Zeugen?
Valentin Rubin, Policy & Advocacy Manager RSF Schweiz
Save the Date: Donnerstag, 30. April
Veranstaltung von RSF anlässlich des Tags der Pressefreiheit
Dieses Jahr wird die neue Rangliste der Pressefreiheit von RSF bereits am Donnerstag, 30. April veröffentlicht. An diesem Tag laden wir Sie herzlich zu unserer Abendveranstaltung in Bern im Vatter Business Center (Bärenplatz 2, 3011 Bern) ein, an der wir die neue Rangliste und die wichtigsten Erkenntnisse daraus vorstellen, sowie im Rahmen einer Podiumsdiskussion über die Herausforderungen des Auslandjournalismus sprechen. Als Gäste haben uns bereits Susanne Brunner, Leiterin der Auslandredaktion von Radio RSF, Monika Bolliger, seit 1. April Leiterin Ressort Global bei der Republik, Luzia Tschirky, Journalistin und Moderatorin mit Schwerpunkt Russland und Osteuropa, sowie ein Vertreter oder eine Vertreterin der Fondation Hirondelle ihre Anwesenheit angekündigt. Über den untenstehenden Link können Sie sich gerne für die kostenloste Veranstaltung sowie für den darauffolgenden Apéro anmelden. Wir freuen uns, Sie am 30. April in Bern begrüssen zu dürfen!
Das war im März wichtig

SCHWEIZ. Die hart umkämpfte Abstimmungskampagne zur Halbierungsinitiative hat Anfang März zu einem erfreulichen Ergebnis geführt. Eine klare Mehrheit der Stimmberechtigten sprach sich am 8. März gegen die Halbierungsinitiative aus. Die drastische Senkung der Gebühren zulasten der SRG wird somit nicht stattfinden. Zum vollständigen Bericht.
IRAN. Seit Beginn der amerikanisch-israelischen Offensive gegen den Iran arbeiten Medienschaffende im Land unter Bombenangriffen und sind gleichzeitig der anhaltenden Unterdrückung durch das herrschende Regime ausgesetzt. Das Internet bleibt schwer zugänglich, und Informationen werden nur spärlich veröffentlicht. Angesichts der Ausweitung des Krieges in der Region bekundet Reporter ohne Grenzen (RSF) seine Solidarität mit den Medienschaffenden im Nahen Osten und fordert alle Konfliktparteien auf, sie zu schützen und das Recht auf Information zu gewährleisten. Zum vollständigen Bericht.
CHINA. Die zweite Ausgabe des «Propaganda Monitors» von RSF widmet sich Chinas Bemühungen, die globale Informationsordnung neu zu gestalten. Anhand von Recherchen und Analysen zielt dieses investigative Multimedia-Projekt darauf ab, die Mechanismen der chinesischen Propaganda zu entschlüsseln. Damit soll der Öffentlichkeit geholfen werden, die globale Informationslandschaft besser zu verstehen und einzuschätzen. Die erste Ausgabe des «Propaganda Monitors» von 2024 widmete sich der russischen Propaganda. Zum vollständigen Bericht.
RSF Schweiz in den Medien
3. März: In seiner monatlichen Kolumne für Le Temps kommentierte Denis Masmejan, Generalsekretär von RSF Schweiz, die Gesetzesvorlage zur Plattformregulierung in der Schweiz. RSF nahm im Zuge der Vernehmlassung für die Vorlage ausführlich Stellung dazu. Während Masmejan die Grundzüge einer solchen neuen Plattformregulierung, wie sie der Bundesrat vorschlägt, begrüsst, fordert er weitere Massnahmen und Anpassungen, damit der Journalismus in der Schweiz dadurch noch besser gestärkt werden kann. Zum Beitrag.
27. März: Denis Masmejan, Generalsekretär von RSF Schweiz, erklärte in einem Beitrag in 24 heures, was die Klage des Tech-Giganten Palantir gegen die Redaktion der Republik medienrechtlich bedeutet und inwiefern dies die Debatte über die Recherche der Republik beeinflusst hat. Zum Beitrag.
30. März: In einem Streitgespräch des Magazins Plädoyer diskutiert Denis Masmejan, Generalsekretär von RSF Schweiz, mit dem Chefjuristen von Economiesuisse Erich Herzog über die Gesetzesvorlage zur Plattformregulierung in der Schweiz. Zum Streitgespräch.
Kommende Veranstaltungen
📌 15.-18. April: Journalismus Festival in Perugia (Italien)
Bereits zum 20. Mal findet diesen April das internationale Journalismus-Festival in Perugia im italienischen Umbrien statt. Mit dabei wird auch der Generaldirektor von RSF International, Thibaut Bruttin sein: Er wird am 17. April über Journalismus in Gaza sprechen und am 18. April über Russlands, Chinas und Irans Absichten, das globale Informations-Ökosystem zu beeinflussen.
🔗 Weitere Informationen
📌 30. April: Abendveranstaltung von RSF Schweiz in Bern, anlässlich der neuen Rangliste der Pressefreiheit von RSF
Anlässlich der Veröffentlichung der neuen weltweiten Rangliste der Pressefreiheit von RSF laden wir Sie herzlich zu unserer dazugehörigen Veranstaltung in Bern ein, wo wir – Stand heute – mit Susanne Brunner (SRF), Monika Bolliger (Republik), Luzia Tschirky (frei) sowie einem Vertreter oder einer Vertreterin der Fondation Hirondelle und allfälligen weiteren Gästen über die Herausforderungen des Auslandjournalismus sprechen werden.
🔗 Zur Anmeldung
📌 23. & 24. Mai: Presstival in Biel
Auch bei der zweiten Ausgabe des Presstival, des Journalismus-Festivals der westschweizer Medienszene, wird RSF Schweiz dabei sein. An zwei Programmpunkten werden wir uns schwerpunktmässig mit der Lage der Pressefreiheit in den USA sowie mit dem Thema Digitale Sicherheit für Medienschaffende auseinandersetzen. Ausserdem werden wir über das ganze Wochenende verteilt einen Stand am Presstival haben.
🔗 Weitere Informationen
Neues Album erhältlich : Malick Sidibé
Malick Sidibé (1935–2016), der den Spitznamen «das Auge von Bamako» trug, prägte unsere Sicht auf das postkoloniale Mali. Weit entfernt von journalistischer Berichterstattung fängt sein Werk ein umfassendes kollektives Selbstporträt ein: das einer Jugend, die tanzt, sich neu erfindet und sich in der Euphorie der Unabhängigkeitsjahre behauptet. Sidibé erzählt von dem Mali, das er liebt: glücklich, stolz und auf die Zukunft ausgerichtet.
Das 120-seitige französischsprachige Album lädt zu einem Streifzug durch das Werk von Malick Sidibé ein, beleuchtet durch Texte von Manthia Diawara, einem Schriftsteller, der Sidibé gut kannte; André Magnin, der von ihrer Begegnung in den 1990er Jahren berichtet; Laura Serani, einer engen Freundin des Künstlers; und Omar Victor Diop, einem senegalesischen Fotografen, der die Codes der Studiofotografie aufgreift und seinem Vorgänger eine lebhafte Hommage erweist. Das Portfolio beginnt mit einem Vorwort von Françoise Huguier, die 1994 die Rencontres de la photographie de Bamako ins Leben rief.

Die Arbeit von RSF Schweiz wäre ohne Mitglieder- und Spendenbeiträge nicht möglich. Angesichts der zahlreichen Herausforderungen, mit denen die Medien und der Journalismus weltweit zu kämpfen haben, geht uns die Arbeit in Zukunft nicht aus. Falls Sie unsere Arbeit mit einem einmaligen oder wiederkehrenden finanziellen Beitrag unterstützen möchten, wären wir Ihnen äusserst dankbar.
|