N e w s l e t t e r 

Liebe Leserin, lieber Leser

Der Frühling bringt Bewegung in die Tierwelt: Wir läuten hiermit den Beginn der Amphibienwanderung ein.

Die Amphibien wandern zu ihren Laichgewässern und müssen todbringenden Strassen, Fallen wie Abwasserschächten und selbst Raubtieren an Amphibienzäunen trotzen. Wir zeigen, wie diese Gefahren reduziert werden können.

Kleine Jäger mit grosser Beute – zwei faszinierende Beobachtungen geben uns einen Einblick in den Beutefang von Spinnen.

Wie trägt Ihr im Garten beobachteter Igel dazu bei, die Biodiversität zu fördern? Wir zeigen, welchen Weg Ihre Beobachtung bei info fauna durchläuft und wo sie als Datengrundlage zur Verfügung steht. Nicht nur bekannte Tierarten, sondern über 30'000 Arten können Sie über Webfauna melden.

Noch zeigen sich die Bäume kahl, doch da gibt es einiges zu sehen – wie zum Beispiel kunstvolle Zwerg- und Haselmausnester.

Wir wünschen Ihnen viel Spass bei der Lektüre!

Ihr info fauna Team

                                   

Schweizer Fauna Aktuell

Filmplakat

Eine Kröte sein für 6 Minuten

Im neuen Schweizer Kurzfilm «Risky Routes» folgen Sie einer Kröte auf dem gefährlichen Weg zu ihrem Laichgewässer.

Unterrichtsmaterial für die Primar- und Sekundarstufe ergänzen das Film- und Bildungsprojekt.

> Das will ich sehen

Ausstiegshilfen für Amphibien

Der Einlauf eines Strassenschachtes - kühl, dunkel und feucht – verspricht ein wunderbares Tagesversteck für Amphibien. Doch einmal drin gibt es kein Entkommen mehr. Jedes Jahr verenden unzählige Frösche, Kröten, Molche oder Salamander in Entwässerungsschächten oder Kläranlagen. Das muss nicht sein, es gibt verschiedene Ausstiegshilfen, die Amphibien den Weg aus der Falle erleichtern.

> Entdecken Sie die verschiedenen Produkte

Eine einfache Lochblechleiter hilft den festsitzenden Amphibien aus der Patsche (©Simon Gaus-Caprez).
Erdkröte mit Verletzung am Rücken (© Amphibienhelfergruppe Lommiswil).

Gefahr am Amphibienzaun

Gelegentlich werden entlang von Schutzzäunen Amphibien mit Verletzungen am Rücken aufgefunden. Es kommen verschiedene Prädatoren dafür in Frage. Überwachungskameras führten auf eine unterwartete Spur.

> den Prädator entlarven

Kleine Jäger – grosse Beute

Im Sommer 2025 erreichten uns zwei besondere Beobachtungen: Zwei Spinnen mit Beuten, die ihre eigene Körpergrösse um ein Vielfaches übertreffen.

> Ich will die Beobachtungen sehen

Gewöhnliche Ovalspinne / Verkannte Ovalspinne und Schwalbenschwanzraupe (© T. Kawecki).

                                   

Daten & Tools

Datenfluss info fauna

Was haben Ihre Beobachtungen mit der Biodiversität zu tun?

Haben Sie sich auch schon gefragt: Was hat mein im Garten beobachteter Igel mit der Roten Liste der Säugetiere zu tun? Oder: Wie hilft die Beobachtung des Reh’s vom Sonntagsspaziergang der Förderung der Biodiversität? Wir erklären, was mit einer Beobachtung bei info fauna passiert und wie diese Daten national und international genutzt werden.

> Entdecken Sie was mit Ihren Meldungen passiert

Webfauna-App – neue Artenlisten verfügbar

Hurra – die neuen Arten sind da! Diese Erweiterung hilft uns, die Vielfalt der Schweizer Fauna besser abzudecken und vereinfacht die Erfassung von Beobachtungen wesentlich. Es stehen über 30'000 Arten für die Datenerfassung zur Verfügung. Diese Erweiterung ist sowohl über das Webportal von Webfauna, über die mobile Version (v3.1.0) sowie auf der Plattform ornitho.ch nutzbar.

> Welche Arten sind neu verfügbar?

Webfauna - neue Artenlisten verfügbar

                                   

Beobachtungstipp

Kunstvolles Zwergmausnest (©Sarah Hummel).

Kleine Baumeister

Jetzt, wo die Sträucher und Bäume kahl sind, haben wir die Chance, sie zu sehen: die kunstvollen Nester von Kleinsäugern wie der Zwergmaus oder der Haselmaus.

> Wo kann ich die Nester beobachten?

                                   

Mitarbeit

Mitarbeit Feuersalamander

Obschon der Feuersalamander durch seine einzigartige Färbung auffällig ist, haben wir im Vergleich zu anderen einheimischen Amphibienarten eher spärliche Kenntnisse, wo die Art aktuell noch vorkommt und wie sich die Bestände entwickeln. Um Schutz- und Fördermassnahmen zu initiieren, brauchen wir Beobachtungsdaten – dabei freuen wir uns auf Ihre Mithilfe. Melden Sie ihre Beobachtungen oder beteiligen Sie sich am Monitoring.

> Wie kann ich mitarbeiten?

Gebänderter Feuersalamander (© Andreas Meyer)
Weibchen der Zauneidechse (© Andreas Meyer)

Monitoring Zaun- und Smaragdeidechse

Sind die Bestände der Zauneidechse und der Smaragdeidechse stabil, zunehmend oder abnehmend? Wie entwickeln sich die Lebensräume? Das Monitoring soll diese Fragen beantworten. 

Als Freiwillige(r) beobachten Sie Ihre Eidechsen-Population mindestens dreimal im Jahr. Auch Laien können diese schön gefärbten Eidechsenarten zuverlässig beobachten und bestimmen.

> Zaun- und Smaragdeidechsen Monitoring

Fischotterfreundliche Brücken gesucht!

Info fauna unterstützt das Projekt "Untendurch" von Pro Lutra. Dabei werden Brücken in der Schweiz kartiert. Das dient dazu, Gefahrenstellen im Strassenverkehr zu identifizieren sowie geeignete Brücken für ein Fischotter-Monitoring zu finden.

Helfen Sie, möglichst viele Brücken zu kartieren. Fotografieren Sie dazu eine Brücke oder einen Bachdurchlass und senden es per Webapp ein.

> Zum Projekt "Untendurch"

Projekt

                                   

Agenda

Weitere faunistische Anlässe finden Sie unter Veranstaltungen & Kurse.

 

                                   

Meine Beobachtung

Erdkröte wird von Ringelnatter gefressen

Von der Kälte überrascht

Am 12. Dezember 2025, kurz nach Sonnenaufgang, gelang Andi Meier (Swiss Tierfilm) im Gebiet Biel-Benken (BL) eine wunderschöne Aufnahme: Eine Fliege, überrascht von der Kälte.

Die mit Reif überzogene Fliege lässt sich anhand des Bildes leider nicht eindeutig identifizieren.

Die meisten Zweiflügler (Dipteren) halten im Winter eine Diapause, sie erreichen dabei eher selten das Erwachsenenstadium. Sie befinden sich eher im Larven-, Puppen- oder Eistadium. Die Diapause ähnelt dem Winterschlaf, bei dem die Stoffwechselfunktionen verlangsamt werden.  

Einige Gruppen oder Arten vertragen jedoch kühle Bedingungen gut und überwintern manchmal als Erwachsene, um dann bei etwas wärmeren Temperaturen oder Sonnenschein wieder zu erwachen. Andere sind sehr frostbeständig, wie beispielsweise die Schneemücke (Chionea alpina aus der Familie der Limoniidae), deren ausgewachsene Tiere auch bei Minustemperaturen im Winter anzutreffen sind.

Bei der Fliege im Bild könnte es sich um eine Art aus der Familie der Blumenfliegen (Anthomyiidae) handeln. Diese Art kommt im Norden und in Höhenlagen vor, sodass sie besser an Kälte gewöhnt ist als andere Arten. Ob das hier der Fall ist oder ob diese Fliege einfach vom Frost überrascht wurde, lässt sich nicht abschliessend beurteilen.

Haben Sie eine besondere Beobachtung gemacht? Teilen Sie sie mit unseren Leserinnen und Lesern. Schreiben Sie uns an news@infofauna.ch. Mit etwas Glück erscheint sie im nächsten Newsletter. 

                                   

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