 Newsletter Januar 2026

Die neue Fachbewilligung Pflanzenschutz erhalten
Eine Fachbewilligung ist erforderlich, um Pflanzenschutzmittel (PSM) für berufliche Zwecke in der Landwirtschaft einzusetzen. Dies gilt für Personen, die ihre Ernte verkaufen. Die Bundesverordnung über die Fachbewilligung für die Verwendung von PSM in der Landwirtschaft trat am 1. Januar 2026 in Kraft. Die neue Bewilligung wird in digitaler Form ausgestellt. Das Jahr 2026 ist als Übergangsjahr zu betrachten. Ab Januar 2027 ist der Kauf von PSM, die für professionelle Anwender bestimmt sind, nur noch mit einer gültigen digitalen Fachbewilligung möglich. Personen, die einen alte anerkannte Fachbewilligung oder ein Diplom besitzen, müssen diese bis zum 30. Juni 2026 online auf FaBe-PSM umtauschen.

Erfassung der Agrardaten 2026
Die Session für die Aktualisierung der Agrardaten für Direktzahlungen wird vom 9. Februar bis 11. März 2026 im Internet geöffnet sein.

Bilanz der Walliser Weinlese 2025
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Mit 35.7 Millionen Kilogramm eingekellerten Trauben (56% rote und 44% weisse Trauben) liegt die Ernte des Jahrgangs 2025 um 5% über derjenigen des Vorjahres, die zu den drei niedrigsten seit über fünfzig Jahren gehörte. Im Vergleich zum Zehnjahresdurchschnitt lag die Erntemenge um mehr als 13% niedriger. Die Weinbausaison verlief eher ruhig und der Krankheitsdruck war gut unter Kontrolle. Die frühe Weinlese fand in der ersten Septemberhälfte statt, kurz bevor die grossen Regenfälle einsetzten, wodurch die sehr gute Qualität der Trauben erhalten blieb. Die Weine des Jahrgangs erscheinen ausdrucksstark mit einer kräftigen Säure, die ihnen eine schöne Frische und Ausgewogenheit verleiht. Sie sind besonders vielversprechend und nähern sich den aussergewöhnlichen Jahrgängen 2018 und 2022 an.

Sieben neue resistente Rebsorten präsentiert
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Agroscope informiert über die Zulassung von sieben neuen Rebsorten, die über eine dauerhafte Resistenz gegenüber den wichtigsten Pilzkrankheiten und hervorragende önologische Eigenschaften verfügen. Sie sind das Ergebnis von mehr als fünfzehn Jahren Züchtungsarbeit. Sie wurden in Martigny (VS) an der Agrovina vorgestellt. Die neue Generation von resistenten Rebsorten ist Teil einer Zukunftsvision: hochwertige Weine produzieren und gleichzeitig den ökologischen Fussabdruck des Weinbaus verringern. Die neuen Sorten erfüllen die steigenden Erwartungen der Gesellschaft an hochwertige, authentische und nachhaltige lokale Produkte.

Betriebsanerkennungskommission
Der Bericht über die Tätigkeiten 2025 der Betriebsanerkennungskommission – BAK (Jahresberichte -> Tätigkeiten 2025 BAK) kann unter dem folgenden Link gefunden werden: www.vs.ch/landwirtschaft

Weinbau: dringliche Massnahmen und weitere Unterstützungsmassnahmen für die Branche
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Angesichts der Konkurrenz durch ausländische Weine, des allgemeinen Rückgangs des Alkoholkonsums und des Drucks durch die Produktionskosten befindet sich die Weinbranche in der Schweiz im Allgemeinen und im Wallis im Besonderen in einer Krise. Gestützt auf zwei dringliche Postulate, die im vergangenen Dezember vom Grossen Rat verabschiedet wurden, beantragt der Staatsrat zwei Kredite für dringliche Massnahmen zugunsten des Walliser Weinbaus in Höhe von insgesamt 1,6 Millionen Franken. Er schlägt ausserdem mehrere dringliche Änderungen der Verordnung über den Rebbau und den Wein vor. Gleichzeitig setzt sich der Kanton dafür ein, dass die Zollkontingente für ausländische Weine nach Massgabe der Inlandleistung verteilt werden. Darüber hinaus fordert er eine angemessene Verwendung des Nachtragsbudgets für Strukturverbesserungen im Weinbau. Alle diese Vorschläge müssen noch vom Grossen Rat geprüft werden.
  
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