Zeit, danke zu sagen

 

Valentin Rubin, Policy & Advocacy Manager RSF Schweiz

 

Ich möchte die Arbeit von RSF unterstützen

Das war im Dezember wichtig

 

ALGERIEN. Am 3. Dezember bestätigte das Berufungsgericht von Tizi Ouzou in Algerien die Verurteilung des französischen Sportjournalisten Christophe Gleizes zu sieben Jahren Haft ohne Bewährung und verlängerte damit ein bereits achtzehn Monate andauerndes Verfahren. Reporter ohne Grenzen (RSF) und das Committee to Protect Journalists (CPJ) sind bestürzt über diese Entscheidung gegen den erfahrenen und anerkannten Journalisten, der lediglich seine Arbeit getan hat. Zum vollständigen Bericht.

 

WELTWEIT. RSF zählt in seiner Jahresbilanz in den letzten zwölf Monaten (Stichtag 1. Dezember) 67 in Ausübung ihres Berufs getötete Medienschaffende – eine Zahl, die mit der von 2024 (66) vergleichbar ist, aber im Vergleich zu 2023 (49) angestiegen ist. Unter ihnen wurden mindestens 53 (79%) Opfer von Krieg oder organisierter Kriminalität, davon allein 29 im Gazastreifen. Damit war auch 2025 ein weiteres tödliches Jahr für MedienschaffendeZum vollständigen Bericht.

 

HONGKONG. Ein Gericht in Hongkong hat den Medienunternehmer und Gründer der Zeitung Apple Daily Jimmy Lai in einem Scheinprozess verurteilt. Der 78-jährige Lai ist bereits seit über 1'800 Tagen unter widrigsten Bedingungen hinter Gittern, sein Gesundheitszustand hat sich in den letzten Monaten zudem stark verschlechtert. Seine Inhaftierung steht symbolisch für einen umfassenderen und verheerenden Rückschritt der Pressefreiheit in der Region. Zum vollständigen Artikel.

RSF Schweiz in den Medien

8. Dezember: In seinem monatlichen Gastbeitrag in Le Temps thematisierte Denis Masmejan, Generalsekretär von RSF Schweiz, die Bedeutung des zehnsprachigen Nachrichtenportals Swissinfo, das durch die Sparpläne des Bundes akut bedroht ist. Zum Beitrag.

9. Dezember: Valentin Rubin, Policy & Advocacy Manager bei RSF Schweiz, war zu Gast bei Radio RaBe, wo er über die Veröffentlichung der RSF-Jahresbilanz aller getöteten, inhaftierten, vermissten und als Geiseln gehaltenen Medienschaffenden weltweit Auskunft gab. Dabei sprach er unter anderem über die Inhaftierung von Jimmy Lai in Hongkong sowie über die Zunahme von von Russland inhaftierten ukrainischen Medienschaffenden. Zur Sendung.

 

Die Arbeit von RSF Schweiz wäre ohne Mitglieder- und Spendenbeiträge nicht möglich. Angesichts der zahlreichen Herausforderungen, mit denen die Medien und der Journalismus weltweit zu kämpfen haben, geht uns die Arbeit in Zukunft nicht aus. Falls Sie unsere Arbeit mit einem einmaligen oder wiederkehrenden finanziellen Beitrag unterstützen möchten, wären wir Ihnen äusserst dankbar.

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